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Freediving in Norwegen - ein Reisebericht

Bereits zum zweiten Mal darf ich nach Norwegen fliegen. Das letzte Mal war ich im Januar 2017 dort. Dieses Mal bin ich mit einer Gruppe von Freedivern im November hier. Der November hat gegenüber dem Januar den großen Vorteil, dass man mehr Tageslicht hat und damit mehr Chancen die Tiere zu finden, die wir suchen. Mit mir zusammen ist eine Gruppe von Freedivern in den hohen Norden - nach Tromsö geflogen. Leute, die hart genug sind, dass sie auch das vier Grad kalte Wasser und den dauernden kalten Wind wegstecken können. Warum gibt man sich das?

Wir sind wegen der Orcas hier

Der Grund sind Orcas. Die größte Delfinart, die im Gegensatz zu ihren süßen und kleineren Verwandten keinen so guten Ruf besitzen. Als Killerwale bekannt, sind sie unbarmherzig in der Jagd auf Robben, Haie und Buckelwalkälber. Doch auch wenn nahe der spanischen Küste eine Orca Population begonnen hat, die Ruder von Segelschiffen zu zerstören, so sind tödliche Zusammentreffen zwischen Menschen und Orcas nur aus Aquarien bekannt.

 

Werden wir erfolgreich sein?

Ein Trip nach Norwegen ist teuer, die Unterkunft auf einem Expeditionsschiff, wie der „Stronstad“ mehr als einfach und trotzdem kann es sein, dass man diesen Aufwand umsonst betreibt und während dieser Woche keinen einzigen Orca zu Gesicht bekommt. Der Grund warum die Tiere überhaupt hier sind, sind die Heringe die zwischen November und Januar die Fjorde aufsuchen um dort zu laichen und die Orcas folgen ihnen dorthin. Doch die Heringe haben keine Uhren und sind nicht immer pünktlich, also kann der Vorteil diese Tour im November zu machen, schnell zu einem Nachteil werden, weil die Heringe noch nicht den Weg in die Fjorde gefunden haben und somit auch keine Orcas dorthin folgen. Und selbst wenn alles passt, dann kann das Wetter so stürmisch sein, dass das Schiff den Hafen gar nicht erst verlassen kann.

Hungrige Riesen: 250 kg Fisch am Tag

Doch wir hatten Glück. Wir konnten nicht nur die Orcas vom kleinen Beiboot unsere Schiffes aus beobachten, sondern auch zu ihnen ins Wasser gehen. Sie bauten einen „Bait ball“, d.h. sie trieben die Heringe zusammen und hielten sie in einem Käfig aus Blasen gefangen. Obwohl Orcas 250 kg Fisch am Tag fressen, essen sie immer nur einen Fisch nach dem anderen und spucken das was sie nicht mögen wieder aus. Für uns der perfekte Moment um die seltenen Aufnahmen von Orcas zu machen, denn nur wenn sie einen Bait ball bauen, bleiben sie an Ort und Stelle, denn meistens bewegen sie sich sehr schnell von einem Platz zum anderen.

Nicht nur Orcas erscheinen am gedeckten Tisch, auch Buckelwale sind zugegen. Im Gegensatz zu den Orcas sind sie weniger wählerisch und es kann schon vorkommen, dass sie den mühsam aufgebauten Blasenkäfig mit den Heringen auf einen Schlag verschlingen. Doch es scheint genug für alle da zu sein. Die kreischenden Möwen fressen was die Orcas übrig lassen und über dieser beeindruckenden Szene und der fantastischen Landschaft, kreisen die Adler.

Ein spektakuläres Farbenspiel des Himmels

Ab 15 Uhr ist der Spass vorbei, die Sonne ist vollständig untergegangen und das Schiff muss den nächsten kleinen Fischerhafen anfahren um einen sicheren Platz für die Nacht zu haben. Doch so ganz ist der Spass nicht vorbei. Denn mit eintretender Nacht kann man das sagenumwobene Nordlicht beobachten. Ein grünes Band welches am Himmel tanzt und von früheren Generationen als göttliche Zeichen verstanden wurde

Nach einer Woche anstrengender Tauchgänge verlassen wir Norwegen zufrieden und mit bereichernden Erlebnissen, welche uns noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

 

 

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